Brustkrebs ist beim Mann eine äußerst seltene Erkrankung. In Deutschland sind jährlich etwa 500 Männer davon betroffen. Doch gerade die Tatsache, dass es nur wenige Betroffene gibt, ist problematisch. Mit der Seltenheit der Erkrankung ist eine relativ schlechte einheitliche Datenlage zu Diagnostik und Therapie verbunden. Männliche Brustkrebspatienten stoßen zudem bei der Suche nach Informationen zu ihrer Erkrankung und auch nach anderen Betroffenen schnell an Grenzen.
Um betroffene Männer zu unterstützen, hat die Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH) - eine der ältesten und größten Krebs-Selbsthilfeorganisationen Deutschlands - nun ein
bundesweites Netzwerk für Männer mit
Brustkrebs initiiert. Zurzeit werden Strukturen aufgebaut, innerhalb derer die Männer ihre Interessen nachhaltig vertreten können. Dafür stellt die FSH ihren reichen Erfahrungsschatz und eine ausgeprägte Infrastruktur sowie Erkenntnisse über Gruppengründungen und Gruppenarbeit zur Verfügung.
Männer mit Brustkrebs oder Angehörige, die den Wunsch nach Information und Austausch haben, können sich in der Bundesgeschäftsstelle der Frauenselbsthilfe nach Krebs melden. Dort erhalten Sie die Telefonnummer oder E-Mail-Adresse eines geeigneten
Ansprechpartners.
Tel. 0228/ 3 38 89-400 oder kontakt@frauenselbsthilfe.de.
Soweit dies gewünscht ist, werden diejenigen, die sich in der Geschäftsstelle der FSH melden, in eine Datenbank aufgenommen. Äußerste Diskretion im Umgang mit den Daten ist dabei selbstverständlich. Die registrierten Männer werden dann über alle Entwicklungen des Netzwerkes informiert und zu Treffen der Gruppe eingeladen.
Im Aufbau befindet sich zurzeit eine eigene Website für das Netzwerk, auf dem künftig ausführliche Informationen zum Thema zu finden sein sollen.