Studie der Universität Halle-Wittenberg, Sektion Medizinische Soziologie, in Kooperation mit der Frauenselbsthilfe nach Krebs und der Deutschen ILCO zum Thema
Nutzen des Besuchsdienstes von Selbsthilfegruppen für die Krankheitsbewältigung
Die Frauenselbsthilfe nach Krebs verfolgt als große Selbsthilfeorganisation das Ziel, Krebsbetroffenen bei der Bewältigung ihrer Krankheit beizustehen, damit sie auch mit der Erkrankung und deren Folgen selbstbestimmt und selbstständig handeln können.
Eines der wichtigen Unterstützungsangebote für die Betroffenen (in der Studie werden nur Brustkrebspatientinnen angesprochen) bildet der Besuchsdienst, der in fester Kooperation mit Brustzentren durchgeführt wird. Die Besuche erfolgen meist wenige Tage nach der Operation. Gesprächsinhalte sind in der Regel Abbau von Angst, Aufbau von Zuversicht, Vorbereitung auf den Alltag, Hinweise auf Ressourcen u.a.
Die besuchten Patientinnen haben immer wieder die hilfreiche Wirkung der Unterstützung durch ebenfalls Betroffene für sich beschrieben. Wissenschaftlich wurde die Wirksamkeit des Besuchsdienstes bisher aber nicht untersucht. Hier setzt die Studie mit ihren Fragestellungen an.
Am Ende dieses Prozesses werden wir erstmalig nach wissenschaftlichen Kriterien erhobene Daten haben, auf deren Grundlage Aussagen darüber gemacht werden können, was von den Bemühungen der Selbsthilfe wirklich bei den Betroffenen ankommt und welchen Benefit sie davon haben.
Die ersten Ergebnisse werden Mitte 2009 erwartet.



