Studie der Universitätsklinik Erlangen, Frauenklinik, unter Schirmherrschaft der Frauenselbsthilfe nach Krebs
Jede Therapie, die wirkt, hat auch Nebenwirkungen. In welchem Verhältnis müssen diese beiden Faktoren zueinander stehen, damit eine Behandlung als „wertvoll" angesehen wird? Welche Informationen, in welcher Art und Weise benötigt eine Patientin, um für sich eine tragfähige Entscheidung treffen zu können? Ganz wichtig ist dabei auch die Frage, was glaubt der Arzt/Therapeut, welche Informationen für die Patientin wesentlich sind, um den Wert einer Therapie einschätzen zu können?
Nicht nur die eigenen Präferenzen zu kennen, sondern auch die Vorstellungen des Partners in den therapeutischen Prozess einbeziehen zu können, stellt die Arzt-Patienten-Kommunikation auf eine fruchtbringende Basis.
Welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, welche Faktoren unerlässlich sind für eine gemeinsame Entscheidungsfindung muss anhand von Fragebogen von Patientinnen und Ärzten erhoben werden. Die Frauenselbsthilfe hat die Schirmherrschaft über eine entsprechende Studie der Universität Erlangen übernommen, weil wir der Auffassung sind, dass die Erhebung dieser Daten und die daraus zu gewinnenden Erkenntnisse unsere Beratungstätigkeit und die Arzt-Patienten-Kommunikation weiter qualifizieren können.
Die Studie „Gut informieren - Gemeinsam entscheiden!" hat zum Ziel, mittels eines Fragebogens detailliert zu erheben, wie Patientinnen subjektiv und individuell den Vorteil der einzelnen Therapieoptionen in der kurativen und palliativen Situation bei Brustkrebs einschätzen, so dass sie die Indikation zur Therapie für gerechtfertigt halten. Zudem werden die Einflussfaktoren dieser Einschätzung genau untersucht.
Im nächsten Schritt soll die Qualität des Aufklärungsgespräches durch ein Instrument verbessert werden, welches die subjektive Einschätzung des notwendigen Therapievorteils und die beeinflussenden Faktoren miteinander in Beziehung setzt. Dieses Instrument kann dazu dienen, Aufklärungsgespräche über Therapiemöglichkeiten und ihren Nutzen in Zukunft partnerschaftlicher und individueller zu gestalten.
Weitere Informationen zur Studie unter:



