Das Schulungsprogramm, das wir bundesweit mit großem Erfolg umsetzen, wurde für die Mitglieder auf der Gruppenebene konzipiert. Die Landesebene hat ganz andere und z.T. sehr anspruchsvolle Aufgaben zu erfüllen. Sie hat bislang wenig Orientierung und Unterstützung, insbesondere keine gezielte Schulung erhalten.
Als Mittler zwischen Bundes- und Gruppenebene stellen die Landesvorstände einen entscheidenden Informationskanal dar. Wenn wichtige Informationen auf der Gruppenebene nicht ankommen, kann das negative Auswirkungen zu Lasten von Betroffenen haben. Andererseits kann der Bundesvorstand keine wirksame Interessenvertretung im Sinne der Betroffenen betreiben, wenn er über die Versorgungssituation vor Ort nicht informiert ist. Die Landesvorstände nehmen hier eine Schlüsselfunktion ein, sie sind näher an den Betroffenen und den Mitgliedern auf der lokalen Ebene als der Bundesvorstand. Als selbständige Landesverbände stellen sie in den jeweiligen Bundesländern die Weichen für die Ansprache, Begleitung, Motivation und Betreuung der regionalen Gruppen. Sie haben die Interessen der Mitglieder zu vertreten und sind gleichzeitig an die Satzung und Vorgaben des Bundesverbandes gebunden. Es erfordert viel Fingerspitzengefühl, diese Situation nicht zu einem Spannungsfeld werden zu lassen.
Die Landesvorstände sind Dreh- und Angelpunkt und unverzichtbare Stütze bei der Umsetzung jeglicher Qualitätsinstrumente, die zur Verbesserung der Versorgung krebskranker Menschen dienen. In einem immer größer werdenden Verband, mit komplexeren Strukturen im Gesundheitswesen und neuen Möglichkeiten der Interessenvertretung werden auch die Aufgaben der Landesvorstände anspruchsvoller und bedürfen einer klaren Strukturierung und Führung.
Zur Zeit wird für die Landesvorstände der FSH ein Qualifizierungsprogramm von vier erfahrenen Mitgliedern der FSH erarbeitet, unterstützt durch Frau Christine Kirchner, Personal- und Organisationsentwicklung.



