Unser Schulungskonzept
Qualifizierung der Selbsthilfeberatung
Mit dem Wandel des Gesundheitssystems hinsichtlich neuer medizinischer Möglichkeiten und seiner strukturellen Veränderungen steigen die Anforderungen an die Beratungsangebote, die Selbsthilfeorganisationen in der Regel vorhalten. Die Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. (FSH) nahm wahr, dass es für ihre Mitglieder immer schwieriger wird, den Fragen, die an sie als Beraterinnen herangetragen werden, gerecht zu werden. Damit stellte sich nicht nur die Frage nach der Qualität der Beratung, sondern auch nach dem Selbstverständnis und der notwendigen Abgrenzung des gesamten Verbandes. Handlungsdruck entstand aber auch intern: Im Laufe der Jahre hatte die FSH ein vielfältiges Wissen angesammelt, auf das jedoch nicht alle jederzeit zurückgreifen konnten, da es auf einzelne Köpfe verteilt und damit nicht allgemein bekannt war, dass man über ein solches Wissen überhaupt verfügt. Dabei handelt es sich im wesentlichen um Erfahrungswissen und organisationales Wissen. Aber auch angeeignetes Wissen zu verschiedenen Fachthemen spielt eine Rolle.
Mit Unterstützung des Institutes für gesundheits- und sozialwissenschaftliche Forschung und Beratung (IFB) Freiburg haben vier erfahrende Mitglieder der FSH, das so genannte „Kernteam", ein Schulungskonzept erarbeitet, das allen Mitgliedern das notwendige Rüstzeug an die Hand geben soll, um krebskranke Menschen zeitgemäß, qualifiziert und entsprechend den Erfordernissen unseres Gesundheitssystems beraten zu können. Gleichzeitig macht es deutlich, was Betroffene und Beteiligte im Gesundheitssystem von der Frauenselbsthilfe nach Krebs erwarten können - was sie leistet und was sie nicht leistet.
Die Abgrenzung in persönlicher, rechtlicher und medizinischer Sicht wird klar benannt und zeichnet in dem bunten Bild der Selbsthilfeszene und der schwer überschaubaren Krebsmedizin deutliche Konturen und ein unverkennbares Profil der Frauenselbsthilfe nach Krebs.



