Die gesellschaftlichen und gesundheitspolitischen Veränderungen haben auch unsere Arbeit beeinflusst. Im Jahre 2001 wurden die satzungsgemäßen Aufgaben durch die Interessenvertretung krebskranker Menschen in gesundheits- und sozialpolitischen Gremien ergänzt. War unser Arbeitsschwerpunkt bis dahin nach innen gerichtet, gewann der Anspruch auf Mitgestaltung des Versorgungssystems zunehmend mehr an Bedeutung. Aufgrund der Mängel und Defizite, die wir bundesweit aus unseren Gruppen berichtet bekamen, haben wir z.B. ein „Positionspapier zur Versorgung krebskranker Menschen" erstellt und fordern damit „ein transparenten, qualitätsgesichertes, flächendeckendes Versorgungssystem, das sich an den Belangen und Bedürfnissen von Patienten orientiert". Dieser Forderung verleihen wir in medizinischen und politischen Gremien Nachdruck. So sind wir z. B. beteiligt
- an der Erstellung und Überarbeitung
- der Stufe 3-Leitlinie zur Früherkennung von Brustkrebs
- der Stufe 3-Leitlinie zur Diagnose, Therapie und Nachsorge von Brustkrebs
- der Stufe 2-Leitlinie für die Diagnostik und Therapie des Zervixkarzinoms
- der Zertifizierungsrichtlinien von Zentren für gynäkologische Tumoren
- in der Zertifizierungskommission Brustzentren der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG)
- in Untergliederungen des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) als themenbezogene Patientenvertreter.
Wir vertreten die Interessen von Patienten
- im Patientenbeirat der Deutschen Krebshilfe,
- im Patientenforum der Bundesärztekammer,
- im Beirat der Deutschen Gesellschaft für Senologie (DGS),
- im Kooperationsverbund Krebsregister
Den Prozess, der zu mehr individueller und kollektiver Patientenbeteiligung geführt hat, treiben wir weiter voran. Wir sind maßgeblich daran beteiligt, dass die Bedeutung der Selbsthilfe und ihr weitreichender Nutzen in Medizin und Gesellschaft zunehmend mehr Anerkennung findet.



