Brustkrebspatientinnen bedürfen im Rahmen der Nachsorge einer intensiven interdisziplinären Betreuung und Begleitung. Die neuen, mehr als fünf Jahre andauernden systemischen Langzeittherapien machen häufig eine Behandlung der Neben- und Folgewirkungen erforderlich.
Die Nachsorge beginnt laut überarbeitete interdisziplinäre S3-Leitlinie mit der abgeschlossenen lokalen Primärbehandlung, d.h. nach der Operation und nach Abschluss der Bestrahlung. Sie ist jedoch nicht mehr auf einen Zeitraum von 5 Jahre begrenzt, sondern aufgrund der unterschiedlichen Risikokonstellationen auf 10 Jahre erweitert worden. Es fehlen Studien, um eine individualisierte, risikoadaptierte Nachsorge einfordern zu können.
Basis der Nachsorge sind Zuwendung und Gespräch sowie eine problemorientierte Beratung mit dem Ziel, Ängste abzubauen und die Lebensqualität zu verbessern. Neben Anamnese und Tastuntersuchung spielt die Mammographie sowohl nach brusterhaltender Operation als auch nach Mastektomie eine zentrale Rolle, um Rezidive oder kontralaterale Mammakarzinome frühzeitig und kurativ behandelbar entdecken zu können.
Erwähnt werden muss, dass Brustkrebs-Patientinnen nicht in das Mammographie-Screening mit einem 2-jährigen Untersuchungsinterwall integriert werden dürfen.
Das folgende Nachsorgeschema soll eine Orientierung und Hilfestellung für Patientinnen und auch für Ärzte sein. Es stellt übersichtlich die jeweilige Vorgehensweise in den unterschiedlichen Zeitzonen dar und bezieht Selbstuntersuchung, Aufklärung und Maßnahmen bei Symptomen mit ein.
Nachsorgeplan [PDF/ 216 KB]



