28.05.2009 - Berlin. Allen Krebsbetroffenen müsse psychosoziale Unterstützung angeboten werden und
für Patientenrechte sei eine gesetzliche Grundlage zu schaffen. Diese Forderungen
erhoben die Vorsitzenden der im Verbund „Haus der Krebs-Selbsthilfe“ zusammenarbeitenden acht bundesweit tätigen Krebs-Selbsthilfe- organisationen bei einem Parlamentarischen Abend am 27. Mai in Berlin.
Barbara Braun (Deutsche Hirntumorhilfe) machte deutlich: „Defizite im Bereich der psychosozialen Unterstützung können Folgeerkrankungen hervorrufen! Das Grund- leiden der Betroffenen wird um zusätzliches, vermeidbares Leid ergänzt! Dieser Zustand kann durch optimierte Versorgungsstrukturen in der psychosozialen Onkologie unter Einbeziehung der Krebs-Selbsthilfe verbessert werden,“ Die anwesenden Bundesabgeordneten und Gäste bestätigten den Bedarf an psychosozialer Unterstützung, wiesen jedoch darauf hin, dass entsprechende Angebote auch für andere chronisch kranke Menschen zur Verfügung stehen müssten. Die Krebs-Selbsthilfe könne jedoch eine Vorreiterrolle bei den Bemühungen um diese notwendige Unterstützung übernehmen.
Zum Thema „Patientenrechte“, die angesichts der medizinischen und politischen Entwicklung sowie der veränderten Arzt-Patienten-Rolle von besonderer Bedeutung sind, forderte Hilde Schulte (Frauenselbsthilfe nach Krebs): „Patientenrechte müssen in ihrer Gesamtheit Gesetz werden, um der mangelhaften Umsetzung entgegen zu wirken“. Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung und Schirmfrau des Parlamentarischen Abends Helga Kühn-Mengel kündigte ein Eckpunktepapier zu einem Patientenrechtegesetz an.
Dem „Haus der Krebs-Selbsthilfe“ gehören an:
- Arbeitskreis der Pankreatektomierten e.V.
- Bundesverband der Kehlkopfoperierten e.V.
- Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V.
- Deutsche Hirntumorhilfe e.V.
- Deutsche ILCO e.V – Selbsthilfe bei Darmkrebs und Stoma.
- Deutsche Leukämie- & Lymphom-Hilfe e.V.
- Frauenselbsthilfe nach Krebs Bundesverband e.V.
- Selbsthilfebund Blasenkrebs e.V.
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