In der Frauenselbsthilfe nach Krebs haben sich bereits 1976 Brustkrebspatientinnen zusammengeschlossen, um die selbst erfahrene, ungenügende Versorgung von Betroffenen zu verbessern.
Heute besteht die Organisation aus einem Bundesverband mit 12 Landesverbänden und ca. 430 Gruppen, in denen etwa 50.000 krebskranke Frauen und Männer mit unterschiedlichen Erkrankungen Rat und Hilfe finden.
Die Mitglieder arbeiten nach einem 6-Punkte-Programm, das sich in dem Motto
„Auffangen - Informieren - Begleiten" zusammenfassen lässt:
Auffangen nach dem Schock der Diagnose.
Informieren über Hilfen zur Krankheitsbewältigung.
Begleiten in ein Leben mit oder nach Krebs.
Der 6. Punkt, der im Jahr 2001 aufgenommen wurde, befasst sich mit der Interessenvertretung Krebskranker im sozial- und gesundheitspolitischen Bereich. So arbeiten Mitglieder des Bundesvorstandes z.B. bei der Erstellung von medizinischen Leitlinien mit, sind in der Arbeitsgruppe „Zertifizierung von Brustzentren" und in verschiedenen Untergliederungen des gemeinsamen Bundesausschusses tätig. Auch auf Landesebene sind die Landesvorstände als Patientenvertreter eingebunden.
Das Erfahrungswissen der Betroffenen ergänzt das Fachwissen der Experten und erweitert medizinisches Denken und Handeln.
Die Frauenselbsthilfe nach Krebs verwirklicht ihre Aufgaben und Ziele durch:
- Einzel- oder Gruppengespräche mit Betroffenen und/oder Angehörigen,
- persönliche, telefonische und Online-Beratung,
- die Organisation von Vorträgen mit Experten aus allen Bereichen des Gesundheits- und Versorgungssystems,
- Unterstützung bei der Gründung und Leitung von Selbsthilfegruppen,
- Qualifizierung der Mitglieder auf allen Ebenen des Verbandes durch speziell entwickelte Fortbildungsprogramme,
- Herausgabe von kostenlosen, allgemein verständlichen Ratgebern und Broschüren,
- aktuelle Informationen im 4 x jährlich erscheinenden Magazin perspektive,
- Einflussnahme in verschiedenen Gremien des Gesundheits- und Medizinsystems.
Die Frauenselbsthilfe nach Krebs steht unter Schirmherrschaft und finanzieller Förderung der Deutschen Krebshilfe, ist Mitglied in der BAG Selbsthilfe e.V., in der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V. und im Paritätischen Wohlfahrtsverband e.V. Es werden keine Mitgliedsbeiträge erhoben. Die Mitglieder arbeiten ehrenamtlich, freiwillig und unbezahlt.



