Gleich zum Auftakt stellte das Wetter die Veranstalter vor eine besondere Herausforderung: Der für den Freitagnachmittag geplante Informations- und Familientag auf dem Domplatz musste aufgrund eines drohenden Gewitters kurzfristig in das Maritim Hotel verlegt werden. Der Ortswechsel tat der Veranstaltung jedoch keinen Abbruch: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlebten dort ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit zahlreichen Interviews und musikalischen Höhepunkten.
Patricia Kelly musste ihren Auftritt aus familiären Gründen kurzfristig absagen. Ihre Schwester Kathy Kelly sprang ein und sorgte mit ihrem Auftritt ebenso für Begeisterung. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten anschließend die Gelegenheit für ein Autogramm – zeitweise bildeten sich lange Schlangen. Auch der Magdeburger Musiker Noah Benedikt sorgte gemeinsam mit der Sängerin Melissa Mandy für viel Stimmung.
Ein besonderer Blickfang entstand im Lichthof des Maritim Hotels: Die von FSH-Mitgliedern aus ganz Deutschland gestalteten mehr als 3000 Wunschfahnen, die ursprünglich auf dem Domplatz aufgehängt werden sollten, wurden kurzerhand im Hotel präsentiert. Das beeindruckende Fahnenmeer, das den großen Lichthof überspannte, berührte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer tief und wurde zu einem der eindrucksvollsten Bilder des Jubiläumswochenendes.
Große Resonanz fand das hochkarätige Vortrags- und Fachprogramm. Expertinnen und Experten informierten unter anderem über die HPV-Impfung, die Bedeutung von Bewegung während und nach einer Krebstherapie, neue Therapieformen in der Onkologie, den Umgang mit Fatigue sowie die Chancen künstlicher Intelligenz bei der Entdeckung von Krebs. Die Vorträge und Diskussionen boten fundierte Informationen und wichtige Impulse für die Krebs-Selbsthilfe.
Ein weiterer besonders gelungener Programmpunkt war die Podiumsdiskussion zum Thema „Erfolgsmodell Brustzentrum: Qualität sichern in Zeiten von Ambulantisierung und Krankenhausreform“. Die Gäste auf dem Podium lieferten sich – gut geleitet durch die souveräne Moderation von Christiane Poertgen –einen spannenden, bisweilen kontroversen und zugleich amüsanten Austausch.
Der Festabend am Samstag bildete den festlichen Höhepunkt des Jubiläumswochenendes. Besonders bewegend war die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Gerd Nettekoven, Vorstand der Deutschen Krebshilfe. Die rund 630 Gäste würdigten diese besondere Auszeichnung mit langanhaltenden stehenden Ovationen.
Für weitere Gänsehautmomente sorgte die Ehrung langjähriger Mitglieder in einer mitreißenden Zeremonie – darunter auch die eines Mitglieds, das der Frauenselbsthilfe Krebs seit 35 Jahren angehört. Zum Abschluss riss „Ein Hoch auf uns“ von Andreas Bourani noch einmal alle von den Stühlen und setzte einen stimmungsvollen Schlusspunkt unter ein unvergessliches Jubiläumsfest.
Über die Frauenselbsthilfe Krebs
Die Frauenselbsthilfe Krebs (FSH) ist eine der größten und ältesten Krebs-Selbsthilfeorganisationen Deutschlands. Sie engagiert sich insbesondere für Frauen mit Brustkrebs und gynäkologischen Krebserkrankungen und bietet Unterstützung in regionalen Gruppen und online, unter anderem durch ein moderiertes Internetforum und eine Telefonberatung. Die FSH steht unter der Schirmherrschaft der Deutschen Krebshilfe und wird von ihr umfassend gefördert. Sie arbeitet unabhängig von Interessen und finanziellen Mitteln der Pharmaindustrie und anderer Wirtschaftsunternehmen des Gesundheitswesens.
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Caroline Mohr
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