Entstehung und Entwicklung
In unserer Chronik, die wir anlässlich unseres 40jährigen Jubiläums im Jahr 2016 aufgelegt haben, finden sich die wichtigsten Meilensteine aus der Geschichte der Frauenselbsthilfe Krebs.
Meilensteine
1976 – wird die Frauenselbsthilfe Krebs (FSH)* auf Initiative von Ursula Schmidt und 15 weiteren Frauen, die an Brustkrebs erkrankt waren, gegründet. Sie fühlen sich mit dem Schock der Diagnose, den Krankheits- und Therapiefolgen allein gelassen. Ihr Anliegen ist es, die selbst erfahrene, ungenügende Versorgung bei Brustkrebs zu verbessern und das Thema Krebs aus der Tabuzone zu holen.
1976 – erstellen die Gründerinnen ein 5-Punkte-Programm.
1979 – übernimmt die Deutsche Krebshilfe die Schirmherrschaft und finanzielle Förderung der Frauenselbsthilfe Krebs.
1982 – erreicht die FSH die Zuzahlung zu Prothesen durch die Krankenkassen.
1986 – erreicht die FSH die Kostenübernahme von Prothesen-BHs und -Badenanzügen durch die Krankenkassen. Die erste Ausgabe der “Sozialen Informationen” erscheint.
1991/92 – werden in den neuen Bundesländern fünf Landesverbände der FSH gegründet.
1993 – bietet die FSH die ersten Seminare in der Mildred-Scheel-Akademie an.
1995 – findet die Bundestagung der FSH erstmals in Magdeburg statt.
1999 – geht der erste Internet-Auftritt der FSH online.
2001 – Das Motto “Auffangen - Informieren - Begleiten” wird geboren.
2001 – wird das 1976 aufgestellte 5-Punkte-Programm der FSH um einen sechsten Punkt erweitert: die aktive Interessenvertretung für Menschen mit einer Krebserkrankung.
2004 – erarbeitet die FSH ein Qualifizierungskonzept für ihre Mitglieder (Schulungsprogramm), in dem es sowohl um die Sicherstellung einer hochwertigen Beratung geht, als auch um das Darstellen der Grenzen der Beratung.
2006 – ruft die FSH zwei Fachausschüsse ins Leben mit den Aufgabengebieten „Gesundheitspolitik“ und „Qualität“, um bei der strategischen Ausrichtung und Weiterentwicklung des Verbandes den Blick von außen einbeziehen zu können.
2006 – bezieht die FSH gemeinsam mit sieben anderen bundesweit tätigen Krebs-Selbsthilfeorganisationen das „Haus der Krebs-Selbsthilfe“ in Bonn, um Synergie-Effekte zu nutzen und politische Einflussmöglichkeiten zu verstärken.
2008 – gründet die FSH ein Netzwerk für Frauen mit erblich bedingtem Brust und/oder Eierstockkrebs. Dieses Netzwerk ist seit 2009 ein eingetragener Verein und steht auf eigenen Beinen.
2010 – ruft die FSH das Netzwerk „Männer mit Brustkrebs“ ins Leben.
2013 – geht das Forum der FSH online. Es wird von geschulten Mitgliedern der FSH moderiert. Die Nutzerzahlen steigen seit dem Start exponentiell.
2014 – wird das Netzwerk "Männer mit Brustkrebs" zum e. V. und erhält damit den gleichen Status wie die Landesverbände der Frauenselbsthilfe Krebs.
2015 – wird ein Netzwerk für junge Frauen mit Krebs unter dem Dach der FSH gegründet. Es erhält den Namen "NetzwerkStatt Krebs".
2015 – gründet die FSH gemeinsam mit acht weiteren Krebs-Selbsthilfeorganisationen den "Haus der Krebs-Selbsthilfe Bundesverband e. V.".
2016 – geht die FSH-Website mit einer neuen Optik und Menüführung ins Netz. Außerdem geht der FSH-Facebook-Auftritt online.
2018 – startet der Selbsthilfe-Coach FSH, der sich an Menschen außerhalb der FSH richtet und persönliches Wachstum mit einer praxisnahen Einführung in ehrenamtliches Engagement in der FSH verbindet.
2019 – ändert die FSH ihren Namen in Frauenselbsthilfe Krebs. Das Attribut "nach" entfällt.
2020 – ändert die FSH ihre Verbandsoptik und führt ein neues Corporate Design ein.
2023 – geht das Netzwerk "Leben mit Metastasen" offiziell an den Start. Zuvor lief es drei Jahre lang als Projekt.
2023 – wird die Online-Selbsthilfegruppe " Netzwerk FSH Onliner" ins Leben gerufen.
2024 – startet die FSH das Projekt “Reha-Kliniken und Selbsthilfe: Schnittstelle zum Leben mit oder nach einer Krebserkrankung” und integriert es ins FSH-Angebot.
2025 – wird eine Satzungsänderungbeschlossen, durch die die Mitgliedschaft nun allen offensteht – unabhängig davon, ob jemand in der FSH ehrenamtlich aktiv ist, die Angebote nutzt oder dem Verband “nur” ideell nahesteht. Die Mitgliedschaft ist jedoch kein Muss, sondern bleibt freie Wahl.
2026 – geht die neue Website der FSH an den Start, die die besonderen Belange der mobilen Endgeräte berücksichtigt. Außerdem gibt es eine neue Serviceplattform für FSH-Mitglieder.
Die Frauenselbsthilfe Krebs steht unter Schirmherrschaft und finanzieller Förderung der Deutschen Krebshilfe, ist Mitglied in der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe e.V. (BAG), in der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V. und im Paritätischen Wohlfahrtsverband e.V.
*Name 2019 geändert in: Frauenselbsthilfe Krebs