Gesellschaftliche Veränderungen fordern eine Neuausrichtung der Selbsthilfe

Magdeburg, 28. August 2015 – Wer an Krebs erkrankt, braucht ein starkes Netz, das ihn auffängt. Für viele Betroffene bietet die Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH) mit ihren vielen Gruppen im gesamten Bundesgebiet ein solches Netz. Am kommenden Wochenende treffen sich die Gruppenleitungsteams aus ganz Deutschland zu ihrer Bundestagung in Magdeburg, um Aktuelles aus der Forschung zu erfahren, mit Fachleuten zu diskutieren und sich untereinander auszutauschen.

Ein zentrales Thema wird in diesem Jahr die Neuausrichtung des Verbandes sein. Unter dem Motto „Projekt 2020“ erörtern die Mitglieder geeignete Maßnahmen, um die nun bald 40-jährige Organisation zu modernisieren und fit für die Zukunft zu machen. „Die Gesellschaft hat sich im vergangenen Jahrzehnt durch die sozialen Netzwerke im Internet sehr verändert“, erläutert Karin Meißler, Bundesvorsitzende der FSH. „Damit wir auch künftig für Hilfesuchende attraktiv bleiben, gilt es daher neue Akzente zu setzen, insbesondere in der Nutzung der neuen Medien.“

Den medizinischen Schwerpunkt der Tagung bildet das Thema „Knochengesundheit“, dem ein ganzer Nachmittag gewidmet ist. Außerdem gibt es Vorträge zu psychologischen Themen wie zum Beispiel dem Umgang mit der eigenen Angst. Und auch das Tabuthema Inkontinenz steht in diesem Jahr auf dem Programm. „Unsere Bundestagung bietet damit wiedermal allen Gruppenleitungsteams die Möglichkeit, aktuelle Informationen zu wichtigen Thema aus erster Hand zu erhalten und den Experten direkt ihre Fragen zu stellen“, freut sich Karin Meißler.

Genauso wichtig wie das Fachprogramm sei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Tagung aber das Gefühl, einer großen Gemeinschaft anzugehören, betont Karin Meißler. „Hier erleben wir eine Atmosphäre der Hoffnung und Zuversicht, die uns zeigt, dass keiner den schwierigen Weg mit der Erkrankung alleine gehen muss.“

Bundesvorstand der Frauenselbsthilfe nach Krebs

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