Hilfsmittel/Leistungsansprüche

Die Kosten für Hilfsmittel wie z.B. Brustprothesen oder Perücken werden von den Krankenkassen übernommen, wenn sie erforderlich sind, um einer drohenden Behinderung vorzubeugen, den Erfolg einer Heilbehandlung zu sichern oder eine körperliche Behinderung auszugleichen (§ 33 SGB V). 

Der Anspruch umfasst nicht nur das Hilfsmittel selbst, sondern auch eine notwendige Änderung und Ersatzbeschaffung sowie die Ausbildung im Gebrauch. 

Die Krankenkassen sind verpflichtet, Versicherte mit Hilfsmitteln zum sogenannten Festbetrag zu versorgen und Anbieter zu nennen, die das verordnete Hilfsmittel zum Festbetrag liefern. Daher sollte der Versicherte vor Abgabe des Rezeptes nachfragen, ob die Kosten der Verordnung höher sind als der Festbetrag und sich ggf. an seine Krankenkasse wenden. 

Kassenkassen sind verpflichtet, innerhalb von drei Wochen über einen Antrag
auf Kostenübernahme (etwa für ein neues Hörgerät) zu entscheiden. Wird nicht
innerhalb dieser Frist – oder innerhalb von fünf Wochen, wenn ein medizinisches
Gutachten eingeholt werden muss – entschieden, können Versicherte sich das Hilfs- oder Heilmittel selbst organisieren und erhalten die entstandenen Kosten zurück.

Geprüft: Januar 2020/ Frauenselbsthilfe Krebs