Pflegeversicherung

Die Soziale Pflegeversicherung gibt es seit 1995. Die Beitragszahlung erfolgt an die Pflegekasse als selbstständige Einrichtung bei der Krankenkasse, bei der der Versicherte pflichtversichert ist. Der Beitrag wird – wie bei den Sozialabgaben – von Lohn, Gehalt oder Rente einbehalten und an die zuständige Pflegekasse abgeführt. Privatversicherte müssen eine private Pflegeversicherung abschließen.

Seit 2013 besteht die Möglichkeit, sich die privat abgeschlossene Pflegeversicherung monatlich vom Gesetzgeber mit fünf Euro bezuschussen zu lassen (Pflege-Bahr, eingeführt von Gesundheitsminister Daniel Bahr). Um diese Förderung zu erhalten, muss der Versicherte mindestens zehn Euro im Monat einzahlen. Beantragt wird die Förderung vom jeweiligen Versicherungsunternehmen.

Das Pflegestärkungsgesetz II (2017)

Das Pflegestärkungsgesetz II (PNG II) ist im Jahr 2017 in Kraft getreten. Damit sind die Regelungen zur Pflege von Grund auf erneuert worden. Detaillierte Informationen bietet eine übersichtliche Broschüre des Bundesministeriums für Gesundheit, die auf folgender Website angeschaut oder bestellt werden kann: www.pflegestaerkungsgesetz.de. Telefonisch ist sie bestellbar unter der Nummer 030/18 272 2721(Bestell-Nr.: BMG-P-11005). 

Mit dem PNG II gilt ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff im Zuge dessen sich auch die Begutachtungssystematik ändert. Bisher gab es drei Pflegestufen. Maßgeblich für die Zuordnung zu diesen Stufen war bisher, wie viele Minuten Hilfe ein pflegebedürftiger Mensch bei verschiedenen Verrichtungen benötigt. Dabei wurden vor allem körperliche Beeinträchtigungen betrachtet. 

Nun gibt es fünf Pflegegrade. Im Mittelpunkt steht dabei, wie selbstständig jemand seinen Alltag meistern kann. Der Gutachter schaut sich die Fähigkeiten einer Person in verschiedenen Lebensbereichen an. Es wird danach gefragt, was ein Mensch noch selbst kann und wobei er Hilfe benötigt. Berücksichtigt werden dabei nun nicht mehr nur körperliche Beeinträchtigungen, sondern auch geistige oder psychische Einschränkungen. 

Geprüft: Dezember 2017/ Frauenselbsthilfe nach Krebs

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