Schwerbehindertenausweis - ein Überblick

Krebskranken wird in der Regel nach Diagnose und Akutbehandlung fünf Jahre lang ein Schwerbehindertenausweis gewährt, um einige der Nachteile, die durch Erkrankung und Therapie entstehen, auszugleichen. Mit ihm erhalten sie z.B. einen besseren Kündigungsschutz, Anspruch auf Zusatzurlaub und diverse Steuererleichterungen. Aber auch für nicht Berufstätige bietet der Schwerbehindertenausweis wichtige Erleichterungen. Der Ausgleich geschieht durch Vergünstigungen auf mehreren Ebenen und ist nicht zuletzt abhängig von dem festgestellten Grad der Behinderung (GdB). 

Zu den Vergünstigungen (Nachteilsausgleich) zählen zum Beispiel: 

  • Erhöhter Kündigungsschutz am Arbeitsplatz. 
  • Hilfen zur Erhaltung bzw. Erlangung eines behindertengerechten Arbeitsplatzes, z. B. technische Hilfen oder Lohnkostenzuschüsse. 
  • Beschleunigung des Eintritts des Renten- bzw. Pensionsbezuges.
  • Überstundenbefreiung (auf Wunsch). 
  • Anspruch auf Zusatzurlaub von fünf Tagen pro Jahr bei einer 5-Tage-Arbeitswoche.
  • Bevorzugte Abfertigung bei Behörden. 
  • Je nach Höhe des zuerkannten GdB diverse Steuererleichterungen. 
  • Vergünstigungen bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel, Bäder, Museen etc. Auch Mitgliedsbeiträge in Verbänden und Vereinen (z. B. ADAC) sind häufig reduziert. 

Geprüft: Dezember 2015 / Frauenselbsthilfe nach Krebs

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