Grundsicherung und Sozialhilfe

Grundsicherungsleistungen gibt es als

Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung
(§§ 41 - 46b SGB XII)

Hilfe zum Lebensunterhalt (§§ 27 - 40 SGB XII)

Arbeitslosengeld II (ALG II)/Sozialgeld

Arbeitslosengeld II und Sozialgeld werden umgangssprachlich – wenn auch nicht korrekt – als „Hartz IV“ bezeichnet.

Eine Broschüre des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales bietet ausführliche Informationen zur:

Grundsicherung für Arbeitsuchende

Arbeitslosengeld II

Eines der grundsätzlichen Ziele der Hartz-IV-Reform bestand in der Zusammenführung von Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe zum „Arbeitslosengeld II“. Die Leistungen setzen sich aus dem pauschalierten Regelbedarf und den Kosten für Unterkunft und Heizung zusammen. Der Regelbedarf wird vom Bund und die Unterkunfts- sowie Heizkosten von der Kommune bzw. dem Landkreis per Verordnung bestimmt.

Informationen zum pauschalierten Regelbedarf finden Sie hier:

Aktuelle Regelsätze

Zusätzliche Leistungen

Zu den Kosten von Miete bzw. Unterkunft und Heizkosten können zusätzliche Leistungen beantragt werden, zum Beispiel für Erstausstattung mit Kleidung, Möbeln und Haushaltsgeräten, Beiträge zur gesetzlichen/privaten Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung, Mehrbedarf für Schwangerschaft, Mehrbedarf für Alleinerziehung oder Behinderung, Mehrbedarf für krankheitsbedingte Ernährung und für Klassenfahrten. Alle Leistungen werden nur nach Antrag gewährt. 

Es gibt viele Möglichkeiten der Hilfe – bitte wenden Sie sich an Ihr zuständiges Sozialamt. Hier finden Sie eine Übersicht (samt Kontaktdaten):

Sozialämter in Deutschland

Hilfe zur Pflege nach dem Bundessozialhilfegesetz (BSHG)

Pflegebedürftige, blinde und hilflose Personen, die keine oder nur geringfügige Einnahmen haben, können Pflegegeld beanspruchen. Die Gewährung erfolgt unter Berücksichtigung von Einkommensgrenzen. Die Pflegegeldsätze und die jeweiligen Einkommensgrenzen werden, jeweils zum 1. Juli eines Jahres neu festgelegt. Gleichartige Leistungen (z.B. Pflegegeld nach der Pflegeversicherung) werden angerechnet. Beratung und Antragstellung beim zuständigen Sozialamt.

Gesicherte, aktuelle und gut verständliche Informationen zu allen Aspekten der Pflege bietet die Website des Bundesgesundheitsministeriums:

Online-Ratgeber Pflege

Sozialgeld

Sozialgeld erhalten Angehörige von ALG-II-Empfängern, die selbst nicht erwerbsfähig sind. Das Sozialgeld soll das Existenzminimum dieser Personen sichern.

Das Sozialgeld umfasst:

  • Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts,
  • Leistungen für Mehrbedarf beim Lebensunterhalt,
  • Leistungen für Unterkunft und Heizung sowie
  • Gewährung eines Darlehens, wenn ein unabweisbarer Bedarf im Einzelfall eintritt.

geprüft: März 2022 Frauenselbsthilfe Krebs