Krankengeld

Gesetzlich Versicherte erhalten bei Arbeitsunfähigkeit nach Ablauf der Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber – meist nach 6 Wochen – Krankengeld (§§ 44, 46 - 51 SGB V). Es beträgt 70 % des Brutto-, jedoch maximal 90% des Nettolohns und wird für längstens 78 Wochen innerhalb von drei Jahren gezahlt.  Bei freiwillig gesetzlich Versicherten gelten – wie auch in der privaten Krankenversicherung – die im Vertrag individuell vereinbarten Krankentagegeld-Regelungen.

Krankengeld erfüllt nicht die Funktion einer ununterbrochenen Dauerrente. Stellt sich heraus, dass die Erwerbsfähigkeit des Versicherten nach ärztlichem Gutachten erheblich gefährdet oder gemindert ist, kann ihm die Krankenkasse eine Frist von zehn Wochen setzen, in der ein Antrag auf Maßnahmen zur Rehabilitation gestellt werden muss. Entsprechendes gilt, wenn der Versicherte die Voraussetzungen für den Rentenbezug erfüllt. Verstreicht die Frist, entfällt der Anspruch auf Krankengeld mit Ablauf der Frist. Krankengeldanspruch besteht unter Umständen auch während einer Reha-Maßnahme.

Anspruch auf Krankengeld besteht bereits ab dem Tag, an dem die ärztliche Feststellung der Arbeitsunfähigkeit erfolgt ist. 

Wichtig: Eine lückenlose Krankschreibung ist sehr wichtig! Jede neue Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung muss lückenlos an die bisherige anschließen damit Sie den vollen Krankengeldanspruch nicht verlieren. Ihr Arzt muss Sie spätestens am nächsten Werktag nach Ihrem zuletzt bescheinigten Ende der Arbeitsunfähigkeit erneut krankschreiben. Jede Lücke hat finanzielle Folgen. Sie erhalten für die fehlenden Tage entweder kein Krankengeld oder könne im schlimmsten Fall sogar Ihren Anspruch vollständig verlieren. 

Wichtig: Ärzte im Krankenhaus dürfen Sie sieben Tage länger krankschreiben, als Ihr Aufenthalt dauert, damit Sie in Ruhe einen Termin bei einem niedergelassene Arzt vereinbaren können.

Übergangsgeld

Das Übergangsgeld wird anstelle des Krankengelds gezahlt, wenn der Rentenversicherungsträger die Heilbehandlung durchführt. Krankengeld und Übergangsgeld sind Entgeltersatzleistungen.

(geprüft: Januar 2020/ Frauenselbsthilfe Krebs)