Krankengeld

Das Krankengeld (§§ 44, 46 - 51 SGB V) sichert die Lebenshaltung während einer längeren Krankheit bei Arbeitsunfähigkeit und während einer stationären Behandlung. Krankengeld wird von der Krankenkasse gewährt für den Fall der Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit, jedoch längstens für 78 Wochen innerhalb von drei Jahren ab Beginn der Arbeitsunfähigkeit. Zeiten der Lohn- bzw. Gehaltsfortzahlung durch den Arbeitgeber werden bei der Berechnung der 78 Wochen angerechnet. Nach Ablauf von drei Jahren entsteht ein erneuter Anspruch auf Krankengeld wegen derselben Erkrankung.

Krankengeld erfüllt nicht die Funktion einer ununterbrochenen Dauerrente. Stellt sich heraus, dass die Erwerbsfähigkeit des Versicherten nach ärztlichem Gutachten erheblich gefährdet oder gemindert ist, kann ihm die Krankenkasse eine Frist von zehn Wochen setzen, in der ein Antrag auf Maßnahmen zur Rehabilitation gestellt werden muss. Entsprechendes gilt, wenn der Versicherte die Voraussetzungen für den Rentenbezug erfüllt. Verstreicht die Frist, entfällt der Anspruch auf Krankengeld mit Ablauf der Frist. Krankengeldanspruch besteht u. U. auch während einer Kur.

Seit 2016 gilt der Anspruch auf Krankengeld schon von dem Tag an, an dem die ärztliche Feststellung der Arbeitsunfähigkeit erfolgt ist. Bisher mussten sich Versicherte spätestens am letzten Tag der bisher befristeten Arbeitsunfähigkeit vom Arzt eine weitere Arbeitsunfähigkeit ärztlich feststellen lassen.

Übergangsgeld

Das Übergangsgeld wird anstelle des Krankengelds gezahlt, wenn der Rentenversicherungsträger die Heilbehandlung durchführt. Krankengeld und Übergangsgeld sind Entgeltersatzleistungen.

Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes (§ 45 SGB V)

Die Krankenkassen zahlen auch Krankengeld an Versicherte, die selbst nicht erkrankt sind, aber ihr krankes Kind pflegen müssen. Dazu benötigen Sie als Elternteil ein ärztliches Zeugnis. Pro Kalenderjahr können pro versichertem Elternteil bis zu zehn Arbeitstage (Alleinerziehende 20 Arbeitstage) beansprucht werden, bei mehreren Kindern maximal 25 Arbeitstage (Alleinerziehende maximal 50 Arbeitstage). Der Anspruch auf Freistellung besteht für Kinder, die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Im Falle einer Behinderung des Kindes gilt die Regelung auch darüber hinaus. Zur Sicherung der Pflege schwerstkranker Kinder, die nach ärztlichem Zeugnis nur noch eine Lebenserwartung von Wochen oder wenigen Monaten haben, wird das Krankengeld zeitlich unbegrenzt gezahlt.

(Stand: Januar 2016 / Frauenselbsthilfe nach Krebs)

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