Krankengeld

Das Krankengeld (§§ 44, 46 - 51 SGB V) sichert die Lebenshaltung während einer längeren Krankheit bei Arbeitsunfähigkeit und während einer stationären Behandlung. Es beträgt 70 Prozent des erzielten regelmäßigen Arbeitsentgelts und Arbeitseinkommens, soweit es der Beitragsberechnung unterliegt (Regelentgelt). 

Krankengeld wird von der Krankenkasse gewährt für den Fall der Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit, jedoch längstens für 78 Wochen innerhalb von drei Jahren ab Beginn der Arbeitsunfähigkeit. Zeiten der Lohn- bzw. Gehaltsfortzahlung durch den Arbeitgeber werden bei der Berechnung der 78 Wochen angerechnet. Nach Ablauf von drei Jahren entsteht ein erneuter Anspruch auf Krankengeld wegen derselben Erkrankung.

Krankengeld erfüllt nicht die Funktion einer ununterbrochenen Dauerrente. Stellt sich heraus, dass die Erwerbsfähigkeit des Versicherten nach ärztlichem Gutachten erheblich gefährdet oder gemindert ist, kann ihm die Krankenkasse eine Frist von zehn Wochen setzen, in der ein Antrag auf Maßnahmen zur Rehabilitation gestellt werden muss. Entsprechendes gilt, wenn der Versicherte die Voraussetzungen für den Rentenbezug erfüllt. Verstreicht die Frist, entfällt der Anspruch auf Krankengeld mit Ablauf der Frist. Krankengeldanspruch besteht u. U. auch während einer Kur.

Seit 2016 gilt der Anspruch auf Krankengeld schon von dem Tag an, an dem die ärztliche Feststellung der Arbeitsunfähigkeit erfolgt ist. Bisher mussten sich Versicherte spätestens am letzten Tag der bisher befristeten Arbeitsunfähigkeit vom Arzt eine weitere Arbeitsunfähigkeit ärztlich feststellen lassen.

Wichtig: Eine lückenlose Krankschreibung ist sehr wichtig! Jede neue Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung muss lückenlos an die bisherige anschließen damit Sie den vollen Krankengeldanspruch nicht verlieren. Ihr Arzt muss Sie spätestens am nächsten Werktag nach Ihrem zuletzt bescheinigten Ende der Arbeitsunfähigkeit erneut krankschreiben. Jede Lücke hat finanzielle Folgen Sie erhalten für die fehlenden Tage entweder kein Krankengeld oder könne im schlimmsten Fall sogar Ihren Anspruch vollständig verlieren. Ärzte im Krankenhaus dürfen Sie übrigens sieben Tage länger krankschreiben, als Ihr Aufenthalt dauert, damit Sie in Ruhe einen Termin bei einem niedergelassene Arzt vereinbaren können.

Übergangsgeld

Das Übergangsgeld wird anstelle des Krankengelds gezahlt, wenn der Rentenversicherungsträger die Heilbehandlung durchführt. Krankengeld und Übergangsgeld sind Entgeltersatzleistungen.

(geprüft: Januar 2019/ Frauenselbsthilfe nach Krebs)

Logo der Deutsche Krebshilfe
Logo der Organisation Gesundheitsziele.de
Logo der Organisation afgis-Transparenzkriterien